Bürgerversammlung wegen Forstarbeiten
Auf einige Baumstümpfe haben Anrainer blaue Kreuze gemalt. Bei den Forstarbeiten seien nämlich nicht nur morsche Bäume gefallen, auch zahlreiche kleinere seien mitgerissen worden. Das behauptet die Bürgerinitiative - mehr dazu in Ärger über Rodungen am Küniglberg.
Weitere Arbeiten und Zugeständnisse
Die Bürgerinitiative „Küniglwald“ sammelte bislang 1.200 Unterschriften, um gegen „den Kahlschlag“ zu protestieren. Denn vom Stadtgartenamt sei man zunächst informiert worden, dass „es keine Ersatzpflanzungen geben wird, weil sich der Wald ohnedies von selbst regeneriert“, sagte Gerhard Babor, Sprecher der Bürgerinitiative im Gespräch mit „Radio Wien“.

ORF/Catrin Huemer
An der Bürgerinnenversammlung am Montag sollen Vertreter des Bezirks, der für die Arbeiten zuständigen Ämter und die Mitglieder der Bürgerinitiative teilnehmen. Es soll vor allem um eine Verbesserung der Kommunikation mit den Anrainern gehen. Und es werde nun doch Ersatzpflanzungen geben, „dieses Zugeständnis haben wir bekommen“, sagt Babor.
Forstarbeiten bis März
Allerdings müssten laut Stadtgartenamt noch bis zu drei Hektar durchforstet werden. Aber auch hierbei gibt es nun offenbar Zugeständnisse: So soll etwa kleineres Gerät verwendet werden, um Flurschäden zu vermeiden. Außerdem würden weniger Bäume gefällt als ursprünglich geplant. Die Arbeiten sollen bis 15. März abgeschlossen sein.

ORF/Catrin Huemer
Laut Stadtgartenamt stellen die morschen Bäume ein Sicherheitsrisiko dar
Im Dezember waren am Küniglberg auffallend viele Bäume an der Alois-Krauss-Promenade gefällt worden. Dies missfiel den Anrainern, die prompt die Bürgerinitiative gründeten und die Arbeiten gemeinsam mit dem Bezirk tatsächlich zum Stoppen brachten. Die Erklärung der zuständigen Wiener Stadtgärten (MA 42) lautete, dass die Rodungen notwendige Pflegearbeiten seien und Sicherheitsvorkehrungen getätigt werden müssten.